Ein Zelt auf einem grünen Stellplatz in Slowenien

Camping für Anfänger in Osteuropa

Alles für das erste Mal, von der Checkliste bis zum Gewitter, mit Quellen.

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Camping mit Kindern beginnt zu Hause: auswählen, recherchieren und packen. Hier teilen wir, was wir herausgefunden haben, damit dir mehr Zeit für den Urlaub selbst bleibt.

Noch nie gezeltet und gleich nach Osteuropa? Das geht. Auf dieser Seite steht, was Anfänger wissen sollten, von der ersten Checkliste bis zum Verhalten bei Gewitter. Wo wir eine Quelle haben, nennen wir sie. Wo es unsere eigene Einschätzung ist, sagen wir das dazu. Viele Ratschläge stammen vom niederländischen ANWB; er schreibt teils für Wohnwagen und Camper, aber was wir hier übernehmen, gilt auch fürs Zelt.

Zusammengestellt und geprüft von Arjan (Zuidlaren) · Quellen stehen im Text · aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Über diese Seite

Anfangen · Checkliste · Platz wählen · Aufbauen · Schlafen · Kochen · Strom · Sanitär · Kosten · Reisepass · Wetter · Sicherheit · Kinder

Das erste Mal

Fang klug an: wie weit, wann und wie lange?

Die ANWB-Quelle für Anfänger rät: Fang nicht zu weit weg von zu Hause an, wähle ein Ziel mit guter Infrastruktur und komfortablen Plätzen, reise am besten in der warmen Jahreszeit (Entbehrungen sind dann geringer als bei Kälte und Regen) und miete erst, bevor du etwas kaufst. Quelle: ANWB Camping: Camping für Anfänger.

Kleines Zelt auf einer Wiese in Estland

Osteuropa als erstes Mal

Das geht gut, aber Campingplätze sind auf dem Balkan, in Rumänien und im Baltikum oft kleiner und einfacher als in Westeuropa, meist aber mit Strom (ACSI Eurocampings, siehe unsere Übersicht Camping pro Land). Unsere Einschätzung: Wähle für das erste Mal ein nahes, gut erreichbares Land wie Slowenien oder Tschechien, buche die ersten Nächte vorab und plane erst danach eine größere Rundreise.

Foto: Николай Семёнов · CC BY 3.0 · Bildnachweise

Hängematte am Wasser

Langsam angehen

Die ANWB-Tipps erfahrener Camper: Raum schaffen, entschleunigen, Pausen einplanen, genießen und nicht alles zu ernst nehmen. Plane nach einer langen Fahrt oder einem Regentag Zeit ein, um mal für sich zu sein.

Quelle: ANWB Camping: Camping für Anfänger.

Foto: Mark Fischer · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Zelt und Auto auf einem Zeltplatz

Komm nicht zu spät an

Beim Ankommen brauchst du mehr Zeit, als du denkst. Niemand wird froh, wenn er in der Dämmerung Zeltstangen sucht. Am Wechseltag also rechtzeitig losfahren (ANWB, Tipps für Solo-Camper, gilt auch für Familien).

Quelle: ANWB: sieben Tipps für Solo-Camper.

Foto: Nigel Brown · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Checkliste

Checkliste für das erste Mal Camping

Eine kompakte Liste in drei Schritten. Die komplette Liste mit Auto, Kindern und Gesundheit steht in unserer druckbaren Packliste.

Zu Hause vorbereiten

  • Baue das Zelt einmal im Garten oder Wohnzimmer auf und probiere auch das Einpacken (ANWB, A.S.Adventure).
  • Markiere die Zeltstangen mit farbigem Tape (ANWB).
  • Teste Luftmatratzen, Kocher und Lampen; zähle Heringe und nimm einen Hammer mit (ANWB).
  • Packe Panzertape, Ohrstöpsel, Taschenmesser, Anzünder und eine Plastiktischdecke ein (ANWB: unverzichtbar).
  • Reserviere die ersten Campingplätze, besonders im Juli und August (ACSI).
  • Prüfe die Dokumente für alle und die Pflichtausrüstung je Land: siehe unsere Packliste.

Unterwegs

  • Weiche Taschen passen besser in enge Räume; schwere Sachen wie Zelt und Kochutensilien tief an die Rückbank, leichte obendrauf (ANWB).
  • Lege obenauf, was du bei der Ankunft brauchst (Zelt, Stirnlampen).
  • Nimm Wasser und Essen für zwei Tage mit, falls die Läden zu sind (ANWB).
  • Komm rechtzeitig vor der Dunkelheit an (ANWB).

Bei der Ankunft

  • Melde dich an der Rezeption; halte Pass, Ausweis oder Camping Card bereit (ANWB, CCI).
  • Wähle einen ebenen, leicht erhöhten Platz ohne Steine und Totholz über dir (ANWB).
  • Baue zuerst Zelt und Schlafplätze auf, danach die Küche.
  • Schau, wo Sanitär, Mülltonnen und Wasser sind, und frag nach der Stromstärke, wenn du Strom brauchst.

Campingplatz wählen

Einen Campingplatz wählen, der zur Familie passt

Der wichtigste Unterschied liegt in der Ausstattung: von einfachem Sanitär mitten im Wald bis zum Platz mit Pool, Läden und Animation. Wenn du nicht weißt, was dir gefällt, probiere beides aus. Quelle: ANWB Camping: Camping für Anfänger.

Spielplatz auf einem Campingplatz

Familien- oder Naturcampingplatz

Größere Campingplätze haben laut ANWB oft Spaßbäder, Spielplätze und Animationsteams. Lieber Ruhe? Wähle einen Naturcampingplatz, wo Kinder an einem Bach, im Wald oder auf einer Spielwiese spielen. Kinder finden schnell Freunde, besonders auf einem Platz, der bei Gleichaltrigen beliebt ist.

Quelle: ANWB: zum ersten Mal mit der Familie campen.

Foto: Andrew Curtis · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Sanitärgebäude auf einem Campingplatz

Auf das Sanitär achten

Sanitär ist einer der wichtigsten Punkte für einen guten Urlaub: Bei ANWB-anerkannten Campingplätzen zählt es zusammen mit dem Gelände zu 60 Prozent in die Sternebewertung. Diese Sterne gelten nicht für alle Plätze in Osteuropa; lies dort aktuelle Bewertungen und schau dir Fotos vom Sanitärgebäude an (unser Tipp, siehe auch unsere Übersicht Camping pro Land). Familienplätze haben oft Kindersanitär und eine Familiendusche.

Quelle: ANWB Camping: Sanitäranlagen auf dem Campingplatz.

Foto: Reinier Post · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Zelte unter Bäumen an der Küste bei Pomer in Kroatien

Im Sommer reservieren

Im Juli und August ist an der kroatischen Küste in Istrien und Norddalmatien fast nichts frei; auch an der polnischen Ostsee und in den Karpaten ist viel los. Reserviere dann vorab.

Quelle: ACSI Eurocampings, siehe unsere Übersicht Camping pro Land.

Foto: Stefanocek · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweise

Zelt in der Wildnis

Wildcampen ist nichts für Anfänger

Laut ANWB ist Wildcampen eher etwas für Fortgeschrittene oder Mutige und in vielen Ländern streng geregelt oder verboten, mit Bußgeldern als Folge. In vielen unserer Länder ist es verboten (zum Beispiel Slowenien, Kroatien, Ungarn und Rumänien), in Estland, Lettland und Litauen unter Bedingungen erlaubt; die Regel je Land steht auf der Seite Camping pro Land.

Quelle: ANWB Camping: Camping für Anfänger.

Foto: Vyacheslav Argenberg · CC BY 4.0 · Bildnachweise

Aufbauen

Das Zelt aufbauen: Platz, Heringe und sturmfest

Laut ANWB baust du das Zelt einmal zu Hause im Garten oder Wohnzimmer auf, damit du weißt, ob alles komplett ist. Quelle: ANWB: Zelt stabil aufbauen.

Zelt auf einer ebenen Wiese auf dem Campingplatz

Der richtige Platz

Eben, frei von Steinen, Ästen und Kiefernzapfen, leicht erhöht (Wasser fließt zum tiefsten Punkt) und achte darauf, was über dir hängt: Harz, Vogelkot und herabfallende Äste. Stelle das Zelt nie in eine Mulde oder unter einen Baum mit viel Totholz, und richte den Eingang aus dem Wind.

Quellen: ANWB: Zelt stabil aufbauen, A.S.Adventure: So wählst du das beste Zelt.

Foto: G. Edward Johnson · CC BY 4.0 · Bildnachweise

Rollen farbiges Klebeband

Stangen markieren

Klebe farbiges Tape um jede Zeltstange oder jedes Rohrteil, dann weißt du sofort, welches Teil wohin gehört. Spanne das Zelt mit geschlossenen Reißverschlüssen straff, dann bleibt die Form gut.

Quelle: ANWB: Zelt stabil aufbauen.

Foto: DMGualtieri · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweise

Unterlage

Lege eine Unterlage oder Folie unter den Zeltboden (ohne Weichmacher, die die Beschichtung angreifen können) und lass sie nicht überstehen, sonst läuft Regenwasser dazwischen.

Quelle: ANWB: Zelt stabil aufbauen. Mehr bei Campingausrüstung.

Verschiedene Zeltheringe nebeneinander

Heringe je nach Untergrund

Weicher Rasen: Stahlheringe. Sandboden: breite Kunststoffheringe mit Gewinde. Harter Lehm: lange Stahlnägel. Felsboden: massive Felsnägel oder Heringe mit Hammerspitze. Schnee oder Strand: extra breite oder gelochte Heringe. Man weiß vorher nicht, was man bekommt, also nimm eine Mischung mit.

Quelle: ANWB: Zelt stabil aufbauen.

Foto: Jan Uthoff · CC BY 2.5 · Bildnachweise

Schlafen

Schlafen: Schlafsack, Matte und eine gute Nacht

Details und Produkte je Budget stehen bei Campingausrüstung (Abschnitt Schlafen). Hier die Grundlagen.

Person legt Schlafsack und Isomatte im Zelt aus

Warm genug

Wähle den Schlafsack nach der Komforttemperatur, nicht nach dem Limit, und nimm eine gute Matte oder Luftmatratze mit: Sie isoliert vom kalten Boden. Auch im Sommer kann es nachts kühl werden; der ANWB rät zu einem warmen Pullover, langer Hose und dicken Socken.

Quellen: unsere Seite Campingausrüstung, ANWB: Was man zum Campen mitnehmen sollte.

Foto: Mike Burns · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Selbstaufblasbare Isomatte

Ohrstöpsel und Kissen

Der ANWB nennt ein Kissen (schläft wirklich besser) und Ohrstöpsel (gegen schnarchende Nachbarn, Grillen oder eine Campingdisco) als kleine Dinge mit großer Wirkung.

Quelle: ANWB: Was man zum Campen mitnehmen sollte.

Foto: Pierrelagrange · CC BY 3.0 · Bildnachweise

Rolle Panzertape

Panzertape und Ersatz

Panzertape, ein Taschenmesser, Anzünder und eine Plastiktischdecke stehen auf der Liste „unverzichtbar“ des ANWB. Ein Riss im Zelt oder eine undichte Luftmatratze ist damit schnell repariert.

Quelle: ANWB: Was man zum Campen mitnehmen sollte.

Foto: Evan-Amos · Public domain · Bildnachweise

Kochen

Kochen und Essen auf dem Campingplatz, sicher

Welche Gaskartusche zu welchem Kocher passt und wo es Gas gibt, steht bei Campingausrüstung (Abschnitt Kochen mit Gas). In Bosnien und Herzegowina gibt es kein Campinggas zu kaufen und in Ungarn ist es oft schwer zu bekommen (ACSI Eurocampings): nimm genug mit.

Campingkocher auf einer Gaskartusche

Sicher kochen

Stelle den Kocher auf einen festen, ebenen Untergrund an einem ruhigen Platz, weg von Zeltstoff und trockener Vegetation, halte Kinder fern und sorge für gute Belüftung. Stelle einen Eimer Sand oder Wasser bereit; bei brennender Pfanne kommt der Deckel drauf.

Quelle: ANWB: sicher campen.

Foto: Mikael Korpela · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweise

Gemauerter Grill auf einem Campingplatz

Grill und Gas

Briketts funken nicht und sind sicherer als Holzkohle; entzünde den Grill nur mit Anzündwürfeln, nicht mit Spiritus. Stelle eine Gasflasche neben den Grill, nicht darunter. Prüfe Gasschläuche auf Risse; ersetze sie, wenn sie älter als fünf Jahre sind. Halte einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke griffbereit.

Quelle: ANWB: sicher campen.

Foto: Dulliman · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Strom

Strom und Stecker auf dem Campingplatz

Mit einem Zelt brauchst du meist nur wenig: Licht, ein Ladegerät und vielleicht eine Kühlbox. Strom kommt aus einem Stromkasten oder einer Stromsäule auf dem Platz.

Blauer CEE-Stecker für Campingstrom

Blauer CEE-Stecker

Für den Stromkasten auf dem Platz nutzt du ein Kabel mit blauem CEE-Stecker (Norm IEC 60309). Der ANWB nennt: Kabel höchstens 25 Meter, Neopren (H07RN-F) mit Adern von mindestens 2,5 mm², und eine Kabeltrommel immer ganz abrollen, sonst kann das Kabel überhitzen. Schalte außerdem einen Fehlerstromschutzschalter zwischen Stromsäule und Geräte.

Quellen: ANWB Camping: CEE-Stecker, ANWB: sicher campen.

Foto: RalfZ · Public domain · Bildnachweise

Blauer CEE-Stecker für Campingstrom

Adapter

Manche ausländischen Campingplätze haben keinen CEE-Anschluss; nimm dann einen Adapter mit (ANWB). Laut ANWB haben vor allem kleinere Plätze in Südeuropa oft nur gewöhnliche Steckdosen. Wie es in jedem osteuropäischen Land aussieht, haben wir noch nicht geprüft: Frag den Platz bei der Reservierung.

Quellen: ANWB: Strom im Wohnwagen, ANWB Camping: CEE-Stecker.

Foto: RalfZ · Public domain · Bildnachweise

Blauer CEE-Stecker für Campingstrom

Wie viel Strom?

Frag an der Rezeption, wie viel Ampere der Anschluss hat (meist 2 oder 4 Ampere oder mehr, sagt der ANWB). Ampere mal 230 Volt ergibt die Watt; addiere, was du gleichzeitig nutzt (Föhn, Wasserkocher, Kühlbox), sonst fliegt die Sicherung.

Quelle: ANWB: Strom im Wohnwagen.

Foto: RalfZ · Public domain · Bildnachweise

Sanitär

Toiletten und Duschen auf dem Campingplatz

Im Zelt hast du selbst weder Toilette noch Dusche; die findest du auf dem Campingplatz (ANWB). Quelle: ANWB: zum ersten Mal mit der Familie campen.

Sanitärgebäude auf einem Campingplatz

Arten von Sanitär

Es gibt Kindersanitär (niedrige Waschbecken und Toiletten, oft mit Familiendusche und Wickeltisch), Sanitär für Menschen mit Behinderung und auf Luxusplätzen manchmal privates Sanitär am Stellplatz. Schau bei der Wahl des Platzes, was es gibt.

Quelle: ANWB Camping: Sanitäranlagen auf dem Campingplatz.

Foto: Reinier Post · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Badelatschen am Strand

Badelatschen und Kleingeld

Badelatschen für die Dusche stehen auf unserer Packliste. Auf einfachen Plätzen kann das Sanitär schlichter sein, als du es gewohnt bist (ACSI, siehe Camping pro Land); nimm daher auch Toilettenpapier und Handseife mit (unser Tipp).

Foto: Peachyeung316 · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Kosten

Was kostet Camping und wie sparst du?

Beträge je Platz oder Land nennen wir hier nicht: Wir haben sie noch nicht je Land recherchiert, und sie unterscheiden sich stark je Platz und Saison. Dafür Folgendes.

CampingCard ACSI

Auf angeschlossenen Plätzen zahlst du in der Vor- und Nachsaison einen festen, niedrigeren Preis pro Nacht; Kurtaxe kommt dazu und die gültigen Wochen unterscheiden sich je Platz.

Quelle: CampingCard ACSI, siehe unsere Übersicht Camping pro Land.

Camping Card International (CCI)

Die CCI gibt laut Herausgeber Rabatt bei teilnehmenden Plätzen, bis zu 40 Prozent; man muss vorher danach fragen, der Rabatt gilt für höchstens 21 zusammenhängende Tage und nicht für Saisonplätze. Diese Bedingungen unterscheiden sich je Platz, frag also beim Buchen.

Quelle: Camping Card International.

Euromünzen und Geldscheine

Kurtaxe kommt dazu

In Slowenien und Kroatien zahlst du auf dem Campingplatz zusätzlich zum Preis eine Kurtaxe pro Person und Nacht; der Betrag ist je Gemeinde verschieden. Für Familien zählt das Alter der Kinder: In Slowenien zahlen Kinder bis 7 Jahre nichts und von 7 bis 18 Jahren die Hälfte, in Kroatien zahlen Kinder bis 12 Jahre nichts und Jugendliche von 12 bis 18 Jahren die Hälfte. Schau beim Bezahlen kurz, ob das Alter richtig auf der Rechnung steht (unser Tipp).

Quellen: Slowenisches Tourismusgesetz ZSRT-1, Art. 18 (Tax-Fin-Lex), Kroatisches Kurtaxengesetz (Zakon o turističkoj pristojbi).

Foto: Avij · Public domain · Bildnachweise

Herbstweg durch den Wald im Zavrtnica-Tal in Slowenien

Klug planen

Die Nebensaison (Mai, Juni, September) ist an vielen Orten ruhiger; das ist unsere Einschätzung, wir haben keinen Preisvergleich je Saison gemacht. Auf unserer Seite Beste Reisezeit pro Land steht das Wetter je Monat.

Foto: Dreamy Pixel · CC BY 4.0 · Bildnachweise

Reisepass

Reisepass an der Rezeption abgeben? Camping Card und Kampeerkaart

Campingplätze und Hotels sind gesetzlich verpflichtet, Gäste beim Einchecken zu registrieren, auch im Ausland (ANWB). Deine Bürgerservicenummer (BSN) musst du dafür nicht zeigen. Quelle: ANWB: Reisepass abgeben oder nicht.

Was rät der ANWB?

Die niederländische Regierung rät, den Ausweis nicht abzugeben. Die ANWB-Tipps: Frag vorab, ob du die Daten mailen kannst, mach selbst eine Kopie, auf der du Foto und BSN abdeckst, oder nutze die Kopie-ID-App der Regierung. Will der Rezeptionist den Pass einbehalten, erkläre, dass du ihn für eine Polizeikontrolle brauchst. Biete eine Vorauszahlung oder Kreditkartengarantie als Kaution an. In Kroatien wird der Pass laut ANWB-Mitgliedern manchmal einige Tage zur Kontrolle einbehalten.

Quelle: ANWB: Reisepass abgeben oder nicht.

Camping Card International

Die CCI kann auf den meisten Plätzen als Ausweis dienen, sodass du deinen Pass behältst, und enthält eine Haftpflicht- und Unfallversicherung während des Aufenthalts auf dem Platz. Plätze sind nicht verpflichtet, die Karte zu akzeptieren. Bei angeschlossenen Plätzen kannst du dich mit der ANWB Kampeerkaart CKE statt mit dem Pass ausweisen.

Quellen: Camping Card International, ANWB: Reisepass abgeben oder nicht.

Warum kroatische Campingplätze deine Daten brauchen

In Kroatien muss der Campingplatz jeden Gast innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft im landesweiten System eVisitor anmelden und innerhalb von 24 Stunden nach der Abreise wieder abmelden. Deshalb fragt die Rezeption nach deinem Reisepass oder Personalausweis. Wie du deine Daten übergibst, lässt sich oft absprechen: siehe die ANWB-Tipps oben.

Quelle: Kroatisches Kurtaxengesetz (Zakon o turističkoj pristojbi) (Artikel 22).

Wetter

Wetter: Regen, Gewitter, Sturm und Hitze

Das Wetter kann schnell umschlagen, auch im Sommer. Das rät der ANWB, ergänzt durch das, was wir auf unseren Regionsseiten schon sagen: In den Bergen sind schnelle Gewitter normal. Quelle: ANWB: Unwetter auf dem Campingplatz.

Zelt auf nasser Wiese nach Regen

Regen

Spanne die Plane straff, stelle eine Ecke etwas tiefer, damit das Wasser abläuft, und wechsle auf einen höheren Platz, wenn du in einer Mulde stehst. Baumwollstoff kann bei den ersten Tropfen kurz „durchstäuben“; das hört auf, wenn der Stoff nass ist.

Quelle: ANWB: Unwetter auf dem Campingplatz.

Foto: Paul Howard · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Dunkler Gewitterhimmel über einem Lagerplatz

Gewitter

Die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlags ist gering. Bevor es gewittert: Stromkabel abziehen. Ein Zelt tauschst du laut ANWB besser gegen das Auto, ein Steingebäude wie die Kantine oder den Aluminium-Wohnwagen der Nachbarn.

Quelle: ANWB: Unwetter auf dem Campingplatz.

Foto: Intermountain Forest Service, USDA Regio · Public domain · Bildnachweise

Dunkler Gewitterhimmel über einem Lagerplatz

Sturm

Ab etwa Windstärke 7 muss das Zelt stärker verankert werden. Wird Windstärke 10 oder mehr vorhergesagt, ist es laut ANWB besser abzubauen und ein Hotel zu suchen. Räume lose Sachen weg, prüfe alle Abspannpunkte, nutze Sturmleinen und schließe alle Reißverschlüsse.

Quelle: ANWB: Unwetter auf dem Campingplatz.

Foto: Intermountain Forest Service, USDA Regio · Public domain · Bildnachweise

Der Bleder See im Sommer mit der Kirche auf der Insel

Hitze

In voller Sonne ist ein Zelt ein Treibhaus (ANWB-Test). Wähle einen schattigen Platz, öffne die Lüftungsklappen und erwäge ein Zelt mit wärmereflektierendem Stoff. Siehe Zelt kaufen.

Foto: Tristan Mimet · CC BY 3.0 · Bildnachweise

Sicherheit

Sicherheit: Wertsachen, Tiere und Zecken

Camping ist meist sicher, mit ein paar festen Vorsichtsmaßnahmen.

Vorhängeschloss mit Schlüsseln

Wertsachen

Lass nichts sichtbar liegen, etwa auf dem Campingtisch oder im Vorzelt, auch nachts nicht. Aktiviere „Mein Telefon suchen“ und notiere die IMEI-Nummer an einem auffindbaren Ort. Eine Anzeige zu erstatten ist im Ausland oft schwierig.

Quelle: ANWB: sicher campen.

Foto: Trougnouf · CC BY 4.0 · Bildnachweise

Braunbär in den Karpaten

Bären und andere Tiere

In den rumänischen Karpaten und in der Slowakei leben Braunbären. Laut WWF Rumänien nimmst du kein Essen, keine Kosmetik und keine Zahnpasta mit ins Zelt, nimmst deinen Müll mit und wählst lieber einen eingezäunten Campingplatz. Mehr bei Campingausrüstung, Abschnitt nach Region.

Foto: Costin Costan · CC0 · Bildnachweise

Zecke auf einem Grashalm

Zecken und Mücken

In Wäldern und hohem Gras können Zecken FSME übertragen; trage lange Kleidung und kontrolliere deine Kinder auf Zecken. Quellen und Tipps stehen bei Campingausrüstung, Abschnitt Mücken und Zecken.

Foto: W.alter · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Kinder

Camping mit Kindern: Tipps für das erste Mal

Unsere Packliste hat eine eigene Kinderliste (Kuscheltier, Badesachen, Regenanzug, Bücher, Filme). Dazu kommt Folgendes.

Teddybär auf einer Fensterbank

Vertrautes mitnehmen

Ein eigenes Kissen und ein Kuscheltier machen einen fremden Schlafplatz vertrauter (unsere Packliste). Kinder verlieren viel Wärme über den Kopf: Eine Mütze hilft in kalten Nächten (unsere Seite Campingausrüstung).

Foto: Chenspec · CC BY-SA 4.0 · Bildnachweise

Zelt auf nasser Wiese nach Regen

Regennachmittag

Pitchup empfiehlt mit Kindern einen größeren Vorraum, um Spielzeug zu verstauen und bei schlechtem Wetter zu spielen. Der ANWB verweist bei schlechtem Wetter auf Ausflüge wie Museen und Indoor-Spielparadiese; unsere Seite Ausflüge mit Kindern hat Tipps je Land und Region.

Quellen: Pitchup: ein Zelt kaufen, ANWB: Unwetter auf dem Campingplatz.

Foto: Paul Howard · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise

Spielplatz für Kinder in einer Ferienanlage

Freunde und Aufgaben

Kinder finden auf dem Campingplatz schnell Freunde (ANWB). Lass die Kinder bei kleinen Aufgaben helfen, etwa Heringe anreichen oder abwaschen; das verschafft dir Ruhe (unser Tipp).

Quelle: ANWB: zum ersten Mal mit der Familie campen.

Foto: John Carver · CC BY-SA 2.0 · Bildnachweise